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Wirtschaftsgymnasium – Sprungbrett in die Karriere
Start der Vortragsreihe mit Prof. Dr. Wolfgang Reinhart
Über die Hälfte aller Abiturienten im Main-Tauber-Kreis erhält heute das Abitur auf einem beruflichen Gymnasium. Grund genug für das Wirtschaftsgymnasium Tauberbischofsheim nach 50jährigem Bestehen einmal Rückschau zu halten und in der Vortragsreihe „Wirtschaftsgymnasium – Sprungbrett in die Kariere“ – zu zeigen, welchen Werdegang ehemalige Absolventen eingeschlagen haben und welche Impulse diese den jetzigen Schülern des Wirtschaftsgymnasiums mit auf ihren zukünftigen Lebensweg geben können. Einer der ersten, der am Wirtschaftsgymnasium Tauberbischofsheim seine allgemeine Hochschulreife absolvierte – zuvor konnte nur eine fachgebundene Hochschule erworben werden – war Prof. Dr. Wolfgang Reinhart; Minister a.D. und heute Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Baden-Württemberg.
Wolfgang Reinhart erläuterte vor ca. 140 Schülern der Eingangsklassen und der Jahrgangsstufe 1 des Wirtschaftsgymnasiums seinen persönlichen Werdegang. Dass er damals vom Matthias-Grünewald-Gymnasium auf das Wirtschaftsgymnasium gewechselt sei, habe er nie bereut, so Reinhart, denn er profitiere heute noch von den wirtschaftlichen Fächern. So hat er neben Jura und Rechtswissenschaften auch das Studium der Betriebs- und Politikwissenschaften abgeschlossen, im Bereich Verfassungsrecht auch promoviert. Sein Studium finanzierte er sich mit der Herausgabe seines ersten von ihm verfassten Weinbuches.
Allerdings hielt es ihn nicht an der Universität und er entschloss sich, in den ländlichen Raum, nach Tauberbischofsheim zurückzukehren, um als Anwalt tätig zu sein. Er erläuterte in diesem Zusammenhang, wie wichtig es sei, den ländlichen Raum zu fördern und betonte, dass ihm dies bis heute ein Anliegen sei. Mit der Gründung einer eigenen Kanzlei in Tauberbischofsheim setze er dieses Ziel persönlich um.
Darüber hinaus war Wolfgang Reinhart aber auch schon während seiner Schulzeit sportlich (er gewann des Titel des Baden-Württembergischen Meisters im 3000m-Hindernislauf) und politisch aktiv: Als Schülersprecher setze er sich für die Belange seiner Mitschüler ein und als der Gemeinderat von Königheim die Wünsche der jungen Wähler einfach ignorierte, gründete er mit Gleichgesinnten die Junge Union in Königheim. 1979 war er dann mit nur 23 Jahren der jüngste Kreisrat der CDU in Baden-Württemberg. Es folgten bis heute Ämter wie das des Kreisvorsitzenden der CDU, Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, Finanzstaatssekretär in der Regierung Erwin Teufel, Europaminister, Staatsminister in Berlin unter Günther Oetinger sowie Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag – eine Funktion, die er heute ausübt. Des Weiteren hielt er Vorlesungen im Arbeitsrecht an der Hochschule für Wirtschaft und Technik in Heilbronn und war zudem auch zwei Jahre Hauptgeschäftsführer des Bundes der Mittelständischen Wirtschaft in Berlin, dem 5000 mittelständische Unternehmen angehören.
Als Resümee seines Werdegangs appellierte Reinhart an die Schüler, dass sie den Mut haben sollten, sich auf Neues einzulassen, sich einzusetzen, mitzugestalten.
Diesen Aspekt nahm er auch noch einmal in der sich anschließenden Fragerunde der Schüler auf: Gefragt nach seiner Meinung über den „Brexit“ erläuterte Reinhart, dass die damalige britische Regierung unter Cameron nicht mit diesem ablehnenden Ergebnis des Referendums gerechnet habe, es habe sich aber bei einer Analyse im Nachhinein herausgestellt, dass viele junge Wähler, die proeuropäisch eingestellt waren, nicht abgestimmt hätten. Reinhart forderte daher die Schüler auf, an der im Mai stattfindenden Europawahl teilzunehmen. Die europäische Integration sei wichtig für sie selbst, denn sie könnten z.B. in jedem Land der EU studieren und frei reisen; die EU sei aber auch wichtig für Deutschland, denn Deutschland exportiere die meisten seiner Güter in Länder der EU; sie sei aber auch wichtig für Europas Position bzw. Stimme in der Welt, vor allem gegenüber Großmächten wie den USA und China.
Interessiert waren die Schüler aber auch an anderen politisch aktuellen Themen wie zum Beispiel das Dieselfahrverbot oder aber die Entscheidung bezüglich der Urheberrechtsreform der EU: Reinhart erläuterte den Schülern in diesem Zusammenhang, dass es wichtig sei, das geistige Eigentum zu schützen, man aber an einer Lösung arbeite, die sogenannte Uploadfilter verhindere.
Dass die Jungend politisch interessiert ist, zeigt nicht nur ihr Interesse an der Entscheidung zur Urheberrechtsreform, sondern auch die sogenannten „Fridays for future“ Demonstrationen. So wollte ein Schüler auch wissen, wie die Politik gedenkt, die jungen Wähler zu gewinnen.
Reinhart verdeutlichte in diesem Zusammenhang noch einmal sein Anliegen, den ländlichen Raum zu fördern und dadurch Chancen und Möglichkeiten für junge Leute zu schaffen. So wolle er weiterhin den Main-Tauber-Kreis als Bildungs-, Gesundheits-, Wirtschafts- und Tourismusstandort stärken.
Für die jungen Leute sei dabei der Gedanke „kein Abschluss ohne Anschluss“ sehr wichtig: So gebe es nirgendwo in Baden-Württemberg so viele Plätze an beruflichen Gymnasien pro Kopf der Bevölkerung wie im Main-Tauber-Kreis und auch dafür, dass eine Hochschule mit modernen Studiengängen in Bad Mergentheim entstanden ist und weiterhin gefördert wird, setze er sich ein, so Reinhart.
Er appellierte aber auch an die Jugendlichen, ihren Beitrag zu leisten, sich für Demokratie einzusetzen, zum Beispiel über Jugendorganisationen der Parteien. Sie sollten Praktika machen, sich die Welt anschauen, sich informieren.
„Nie hatte die Jugend so viele Möglichkeiten wie heute – nutzt diese Möglichkeiten!“, forderte Reinhart die Schüler des Wirtschaftsgymnasiums am Ende der Veranstaltung auf.

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Kaufmännische Berufsschulklasse glänzte mit ihrem Projekt auf dem Bauernmarkt in Großrinderfeld

Tauberbischofsheim. Die Klasse der Kaufleute für Büromanagement der Kaufmännischen Berufsschule Tauberbischofsheim engagierte sich am diesjährigen Bauernmarkt mit ihrem Projekt im Abschlussjahr. Mit Absprache des TuS und Unterstützung der Klassenlehrerin Frau Lesch überzeugte das starke Team im Lernfeld „Projektmanagement“ und traf eigenverantwortlich Vorbereitungen wie Einkauf, Kalkulation, Zelt- und Thekenaufbau. Motiviert grillte das Team Burger und Bratwürste, bis sie am Ende komplett ausverkauft waren. Durch den sonnigen Herbsttag, die hervorragende Teamarbeit und die zahlreichen Besucher war das Projekt sehr erfolgreich - einen Teil der Einnahmen wird die Klasse für einen guten Zweck spenden, den Rest verwendet sie zur Finanzierung ihrer Abschlussfeier.

 2018 Bauernrmarkt 250